Nach Perspectives blieb dieses Gefühl. Ein leiser Nachhall. Begegnungen, Worte, Blicke, die noch in mir arbeiteten. Und gleichzeitig dieser bekannte Gedanke: Ja… mal sehen, ob da wirklich etwas draus wird.
Ich hatte das schon oft erlebt. Ideen, die im Raum stehen bleiben. Einladungen, die eher freundlich gemeint als konkret sind. Sätze wie „Das planen wir ein“, die sich im Alltag verlieren.
Und dann kam die Nachricht.
Ausgerechnet an meinem Geburtstag schrieb uns das CoCreation Team an. Sie fragten nach möglichen Terminen. Nach Verfügbarkeiten. Nach einem nächsten Schritt.
In diesem Moment wurde aus einer Idee plötzlich Realität. Aus einem Gespräch eine Einladung. Und aus meinem inneren Zweifel ein stilles Staunen.
Es war kein großes Tamtam. Kein offizieller Rahmen. Nur eine E-Mail – und doch fühlte sie sich an wie ein Zeichen. Als würde jemand sagen: Wir haben zugehört. Und wir meinen das ernst.
Vielleicht war es genau deshalb so besonders. Weil es nicht laut war. Sondern klar.
Ich saß da, las die Nachricht noch einmal und spürte diese Mischung aus Dankbarkeit, Aufregung und Respekt. Respekt vor dem, was da vor mir lag. Vor dem, was ich sehen würde. Und vor dem, was es bedeuten könnte, erneut die Perspektive zu wechseln – diesmal hinter die Kulissen.
Der Besuch bei der Lufthansa Technik sollte kein Programmpunkt sein. Keine symbolische Geste. Sondern ein echtes Eintauchen. In Verantwortung. In Präzision. In eine Welt, die selten sichtbar ist, aber alles trägt.
Dass diese Einladung an meinem Geburtstag kam, fühlte sich nicht zufällig an. Eher wie eine leise Erinnerung daran, warum ich mich überhaupt immer wieder auf solche Wege einlasse. Warum ich mich bewerbe. Warum ich Ja sage, obwohl ich schüchtern bin. Warum ich mich herausfordere – nicht, um gesehen zu werden, sondern um mich selbst ernst zu nehmen.
Und so wurde aus einem Funken ein Versprechen.
Und aus Perspectives der Anfang von etwas, das noch kommen sollte.
An dem Wochenende nach der Veranstaltung – es war das erste Adventswochenende – kam ich kaum zur Ruhe. Ich lag lange wach, nähte wie getrieben, spielte Gitarre mit einer Energie, die mich selbst überraschte. In mir war so viel in Bewegung. Gedanken, Gefühle, Bilder – alles wollte gleichzeitig Raum.
Es war, als hätte Perspectives etwas angestoßen, das nicht mehr zurück in die Schublade wollte. Ich spürte klarer denn je, dass ich Impact haben möchte. Dass ich meine Stimme nutzen will. Nicht laut, nicht fordernd – aber ehrlich. Und präsent.
Diese Erkenntnis fühlte sich an wie ein inneres Aufrichten. Still, aber unumkehrbar.
Schon allein die Einladung zu Perspectives war ein absolutes Geschenk. Die Erfüllung eines lange gehegten Traums, den ich mir selbst kaum einzugestehen wagte. Dass ich dort sein durfte, zuhören, sprechen, wahrgenommen werden – das war mehr, als ich erwartet hatte. Und vielleicht genau deshalb so wirkungsvoll.
Solche Erlebnisse sind für mich immer auch ein Ausdruck von Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, einem Unternehmen, Menschen und ihren Geschichten über Jahre hinweg verbunden zu sein – auch dann, wenn Zeiten schwierig sind. Loyalität bedeutet für mich nicht, alles unkritisch hinzunehmen, sondern dranzubleiben. Zu investieren. In Produkte, in Vertrauen. Und eine Marke mitzutragen, weil man an sie glaubt.
Ich verteidige Lufthansa oft vor meinen Freund:innen. Nicht, weil heute noch alles so ist wie früher. Ich buche sie längst nicht mehr wegen eines kostenlosen Getränks oder eines Sandwiches auf innereuropäischen Flügen – auch wenn ich beides vermisse. Ich vermisse attraktivere Preise, Specials, kleine Gesten. Aber ich weiß auch: Man kann nicht alles haben.
Ich buche Lufthansa, weil ich ihr treu bin. Weil ich mich ihr verbunden fühle. Weil ich mich dort meist sicher und aufgehoben fühle. Wahrgenommen. Verstanden. Und weil ich sehe, dass sich Dinge verändern – manchmal zum Schlechteren, oft aber auch wieder zum Besseren.
Diese Dankbarkeit relativiert vieles. Denn so sehr ich ein Sandwich oder einen Kaffee vermissen mag – es gibt Elend in dieser Welt, das ungleich schwerer wiegt. Allein die Möglichkeit, reisen zu dürfen, fliegen zu können, unterwegs zu sein, ist ein Privileg. Und genau deshalb empfinde ich es nicht als selbstverständlich, sondern als etwas, das Respekt verdient.
Und während dieses Gefühl noch nachklang, war längst klar:
Die nächste Perspektive würde mich dorthin führen, wo Flugzeuge nicht fliegen – sondern instand gehalten und repariert werden.
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